Fatouna Ait Azzayani holt Gold!

Fatouna Ait Azzayani hat auf der diesjährigen Foire Agricole in Luxemburg Gold gewonnen.

Herzlichen Glückwunsch!





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Württembergische Pferdezucht

Quellen:
Die Pferde- und Maultierzucht / Johan Georg Hartmann 1. Oktober 1776
Die Pferdezucht in Württemberg und das Haupt- und Landgestüt Marbach / G.Wenzler und W. Finckh

Autor:
Dietmar Lohr

Einleitung

Die Geschichte der Pferdezucht in Württemberg ist eng mit der Geschichte des Haupt- und Landgestüts Marbach verbunden. Verlässliche Unterlagen haben wir in den oben genannten Quellen gefunden. Die barbarischen Pferde (Berberpferde) findet man in der württembergischen Zucht nicht auf den ersten Blick. Aber als wir uns ins Landesarchiv nach Stuttgart begeben haben, sind wir fündig geworden ... und wie!

Die Geschichte der württembergischen Pferdezucht besteht aus einem ständigen Auf und Ab. Den Höhepunkt hat sie zu Zeiten von Herzog Karl Eugen. Unter diesem arbeitete Johan Georg Hartmann als Oberstutenmeister in Marbach zwischen 1749 - 1796. Aus seinen Aufzeichnungen und dem Gestütsregister geht folgender Sachverhalt hervor:

Wirtemberg (Württemberg) hat zu der Zeit im Durchschnitt von 7 Jahren 1784 Pferde je Jahr ausgeführt. Es wird vermerkt, dass die Pferdeausfuhr Englands im Durchschnitt nur 1324 Pferde betrug. Es schmeichelte sicher Karl Eugen, dass das kleine Wirtemberg jährlich 460 Pferde mehr exportierte als England. Zu dieser Zeit standen die wirtembergischen edlen, wendigen Alb- oder Gebirgspferde in gutem Ruf, so dass viele nach Frankreich ausgeführt und teuer bezahlt wurden. Die damals kleinen, aber sehr dauerhaften Pferde sollen vorzugsweise zur Jagd benützt worden sein.

So, und hier beginnt die Geschichte der Berberpferde in Württemberg...

Berber, die vergessene Pferderasse ...

In der weiteren Abhandlung sprechen wir ausschließlich über das Hofgestüt der Herzöge in Marbach, nicht über das Landgestüt. Das liegt daran, dass vom Hofgestüt relativ genaue Aufzeichnungen vorliegen.


Die Zeit zwischen 1573 und dem dreißigjährigen Krieg

Das Gründungsjahr des Marbacher Gestüts wird auf 1552 geschätzt, jedenfalls wird es zweifelsfrei in einer Urkunde 1554 erwähnt. Der Gründer war Herzog Christoph, der ein sehr umsichtiger und angesehener Herr in Württemberg war (Amtszeit 1550 - 1568).

Bis vor einigen Jahren war man der Meinung, dass die Gestütsgründung 1573 war. Dieses Datum war zwar nur eine Umstellung des bisherigen Zuchtziels, hat aber direkt mit unseren Berberpferden zu tun. Unter Herzog Ludwig (1569 - 1593) wurde die Zucht am Hofgestüt auf die damaligen Modepferde ,barbarischen, spanischen und neapolitanischen' umgestellt. Wie man weiß, wuchs die Zucht schnell und die Pferde passten sich hervorragend der 'neuen' Umgebung in der 'Gebirgslandschaft' schwäbische Alb an. Der Bestand an Stuten betrug anfänglich etwa 9 Stuten. Die südländischen Pferde haben sich gut entwickelt, denn bereits 1576 war der Bestand auf 32 Pferde gestiegen.

Ein Hinweis auf die guten Zuchtergebnisse ist: Im Jahr 1604 schenkte Herzog Friedrich I. dem König Jakob I. von England zwei Pferde aus seinem Hofgestüt Marbach, die ob ihrer Schönheit und Eleganz viel bewundert wurden und Anklang fanden.

Herzog Johann Friedrich (1608 - 1628) war der Pferdezucht ebenfalls sehr zugetan und ließ im Jahre 1616 Hengste aus Nordafrika einkaufen und in die Zucht aufnehmen.


Der Niedergang im dreißigjährigen Krieg

Im dreißigjährigen Krieg blieb quasi kein Stein auf dem anderen. Die Pferdezucht war nicht mehr existent. Die Gestütsteile in Marbach und Offenhausen hatten im Krieg schwer gelitten und Güterstein wurde dem Erdboden gleich gemacht.

Doch eine interessante Begebenheit ist uns bei den Recherchen für dieses Kapitel aufgefallen, die zwar nicht direkt etwas mit den Berberpferden zu tun hat, aber mit einer Persönlichkeit von zwielichtigem Ruf: Georg Simon Winter von Adlersflügel.

Er diente dem Herzog nur zwei Jahre und er hat üble Experimente und Kuren durchgeführt zum Schaden des Gestüts. Als Kuriosum muss vermerkt werden, dass er Hirsche mit Pferden paaren wollte. Er war ein eitler Angeber, der von der Gunst seiner Fürsten lebte. Er hieß eigentlich schlicht G.S. Winter und stammte aus Halberstadt. Seine aufgedonnerte Adelsbezeichnung erhielt er von Kaiser Leopold I. verliehen wegen angeblicher Verdienste um die Reitkunst.

Was aus unserer Sicht bemerkenswert ist, dass diese Person heute teilweise ganz anders gesehen wird. Man kann jedoch feststellen, dass er ein großer Freund der 'barbarischen' Pferde war. Das werden wir aber in einem anderen Kapitel bearbeiten.


Die Zeit des Lewin Freiherr von Kniestedt (1672 - 1710)

In der Zeit nach dem dreißigjährigen Krieg wurde das Gestüt zwar wieder aufgebaut und hatte zahlenmäßig aufgeholt, doch die Qualität war auf einem sehr niedrigen Stand. Das liegt daran, dass die aus fruchtbaren Marschgegenden eingeführten Pferde züchterisch versagten.

Und dies erkannte Lewin Freiherr von Kniestedt - einer der tüchtigsten Gestütsleiter. Er war ein ausgezeichneter Pferdekenner und hat eine glückhafte Epoche in der wirtembergischen Pferdezucht eingeleitet. Er erkannte insbesondere sehr bald, dass die Alb einen trockenen und anspruchslosen Pferdeschlag fordere. Dazu ließ er spanische und Berberhengste ankaufen, sowie 20 Stuten der schweren Schläge und dazu einige Hengste aus Ostfriesland. Die Zucht erholte sich in sehr kurzer Zeit. Unterlagen von 1676 zeugen von dieser Tatsache.

In der Zeit der dauernden Franzoseneinfälle in das wirtembergische Gebiet findet man kaum Notizen über Berberpferde, nur soviel: Der schon 1709 beschlossene Ankauf weiterer berberischer Hengste scheiterte an den zu hohen Kosten.


Die Zeit des Oberstutenmeisters Johan Georg Hartmann (1748 - 1796)

Über den Stutenmeister Hartmann aus Plieningen bei Stuttgart ist folgendes bekannt: Er stellte eine überragende Gestalt und einen hochbegabten Fachmann dar. Nicht umsonst hat er nahezu 50 Jahre die Pferdezucht in Württemberg begleitet. Er arbeitete unter dem Herzog Karl Eugen (1744 - 1793), der zwar das Volk furchtbar geknechtet hat - aber für die Kunst und die Pferdezucht ein Segen war. Johan Georg Hartmann hat 1777 das Buch 'Die Pferde- und Maultierzucht - Versuch einer Geschichte der herzöglich - wirtembergischen Stutereien' veröffentlicht.

Aus diesem Buch möchten wir als Höhepunkt die folgenden Sätze von Seite 155 zitieren:

... Wem daher an einer guten Pferdezucht gelegen ist, der muss die Kosten nicht scheuen, sich fremde Zuchtpferde von möglichster Schönheit und Vollkommenheit anzuschaffen. Der Aufwand, er mag so groß sein als er will, wird sich durch die Vortrefflichkeit der Nachzucht reichlich bezahlen.

... Aus dem bisherigen ergibt sich von selbst, dass die besten Zuchtpferde die barbarischen und arabischen sind. Nach diesen sind die spanischen, welche von ihnen abstammen, und unter diesen besonders die andalusischen Pferde, welche unter den europäischen den ersten Rang behaupten - unstreitig zur Fortpflanzung allen anderen Pferden vorzuziehen, und zeugen unter jedem Himmelsstrich mit schönen und guten Stuten zuverlässig die besten Pferde. ...

Das Ergebnis sieht man an den Ausführungen in der Einleitung.


Die Zeit danach

Nach 1790 gibt es keinerlei Erwähnungen mehr von Berberpferden im Hofgestüt Marbach

... bis zum 22.5.2004





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  • Martina Lohr beim
    Wanderritt vor dem
    Eingang des Haupt-
    und Landgestüts Marbach
    mit Berberpferden
    Ghardaia und
    Istamboul



 
 

Terminvorschau ZV Berber 2010


 

Championat und Zuchtstuteneintragung

Geplanter Ort: Gestüt Amazir

Termin wird noch bekannt gegeben.



 

Züchterseminar für Insider

Geplanter Ort wird noch bekannt gegeben.

Termin in Planung.



 

Fotoshooting: Traumhafte nordafrikanische Motive

im Gestüt Azzayani

Auf Anfrage - begrenzte Teilnehmerzahl



 

ZV Berber beim Tag des Pferdes

im Gestüt Deschenhof

28.+29.8.2010



 

Die Geheimnisse der arabischen und persischen Küche

im Gestüt Azzayani

Herbst 2010 - begrenzte Teilnehmerzahl





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Zuchtvorschau ZV Berber 2010

Erwartete Fohlen:
11 Araber-Berber
5 Berber

Geplante Bedeckungen: 18

Hengste im Zuchteinsatz:
Goumai – Araber-Berber
Guerrouane – Araber-Berber
Houssam – Araber-Berber
Impossible – Araber-Berber
Maazouz – Berber
Vharib – Berber





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04.01.2010: Zweites Treffen der ZV Berber in Neustadt zu Neujahr 2010

Anlässlich der Jahresplanung für 2010 trafen sich die Züchter der Züchtervereinigung Berber (ZV Berber) im hessischen Neustadt im Gestüt Azzayani. Es war nach der Gründungssitzung im Spätsommer in Waldenbuch bei Stuttgart auf dem Gestüt Wiesenhof das zweite Treffen. Themen waren unter anderem die interne Organisation der ZV Berber, die Zusammenarbeit mit anderen interessierten Züchtern sowie Veranstaltungen für 2010. Nach dem theoretischen Teil ging es durch das Gestüt Azzayani mit seinen rund 40 Araber-Berbern und Berbern. Die Gestütsbesitzer tauschten Erfahrungen aus über Zuchtfragen, Fütterung, Haltung und weitere relevante Themen. Eine gegenseitige Unterstützung in verschiedenen Bereichen zeigte bereits erste Erfolge. Eine Exterieurbeurteilung einiger ausgewählter Pferde und die Schulung des eigenen Auges bildeten den Höhepunkt des Nachmittages. Bei einem guten marokkanischen Abendessen begleitet von passenden Weinen ging dieser schöne und erlebnisreiche Tag zu Ende.

Wir freuen uns auf das nächste Mal!

Gestüt Azzayani in Neustadt







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30.11.2009: Pferdehof der Familie Bacher bekommt FN-Anerkennung

Bereits im Spätsommer hat sich die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) zur Inspektion des Betriebes angemeldet.

Auf Initiative der zertifizierten Westerntrainerin (EWU Trainerin B) Heike Riedinger wurden die gesamten Einrichtungen des Hofes wie Offenställe, Weiden, Bewegungshalle, Krankenbox, Gastboxen und Schulungsraum besichtigt und bewertet. Heike und Ulrich Riedinger stellten das Ausbildungsniveau der Schulungspferde eindrucksvoll vor.

Die gesamte Anlage präsentierte sich hervorragend; es wurde in allen Kriterien die höchst mögliche Bewertung vergeben.

Beeindruckend waren für die Prüfer vor allem die luftige Bauweise der Offenställe und der erst im letzten Jahr fertig gestellten Halle.

Besonders lobend erwähnt wurde außerdem der gepflegte Zustand des Anwesens sowie die die Demonstration des Westernreitens auf hohem Niveau.

Die Kennzeichnung durch die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN), die alle vier Jahre überprüft wird, dokumentiert geprüfte hohe Qualität und wurde in folgenden Sparten verleihen:

» Reitschule Westernreiten
» Reitschule Breitensport
» Wandereitstation
» Quarter und Berber Zuchtbetrieb

Mit diesem Schild verpflichten sich das Berbergestüt Amazir und der Western-Ausbildungsbetrieb Ranchhorsecorner, zur artgerechten Pferdehaltung und zur Einhaltung der Ethischen Grundsätze.
Selbstverständlich sind daher der verantwortungsvolle Umgang mit dem Partner Pferd, die Achtung der Gesundheit der Lebewesen, egal welcher Rasse und unabhängig des Ausbildungsstandes.

Heike Riedinger nimmt regelmäßig  an Fort- und Weiterbildungen teil um für die Kunden und  gegenüber dem Partner Pferd auf dem aktuellsten Stand zu sein.
Wanderreitgäste, Reiter/innen mit Interesse an fundiertem Unterricht und an Abzeichenlehrgängen sowie Freunde nicht nur der Berber-Pferde und Quarter Horses sind jederzeit herzlich willkommen.





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Buch: Legendäre Pferde der Berber
» download: Leseprobe

Autor: Dr. Susanne Geipert und Christiane Slawik

Untertitel: Araber, Araber-Berber und Berber

Reihentitel: Cadmos Pferdebuch


1. Bibliographie

Ladenpreis: 29,90 €
Umfang: 96 Seiten, ca. 80 farbige Abbildungen
Format: 24 x 27 cm, gebunden
ISBN: 3-86127-432-9
EAN: 978-3-86127-432-2
Erschienen: 2006 im CADMOS-Verlag


Kurztext zum Buch:
Dieses Buch widmet sich in Text und Bild umfassend der Geschichte, Zucht und Bedeutung der vielseitigen Pferde Nordafrikas. Es erzählt von den vielen noch immer lebendigen Mythen und der unendlichen Wertschätzung, die man diesen wunderbaren Tieren entgegenbringt. Download Leseprobe





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5. Oktober 2009: Fohlengeburt auf dem Wiesenhof

Eigentlich wollten wir Inayah schon viel früher haben. Eigentlich ein ganzes Jahr, aber wenigstens ein paar Monate....

Es kommt nur nicht immer so, wie von Menschenhand geplant.
Nachdem wir im Jahr 2007 unsere beiden Berberstuten Iforah und Ghardaia nach Kaisersbach zum „Liebesurlaub“ mit Vharib gebracht hatten, durften wir uns über die Trächtigkeit von Iforah freuen. Im darauffolgenden Jahr brachte sie ein gesundes Stutfohlen zur Welt.

Im Sommer 2008 entschieden wir uns kurzfristig, Ghardaia doch noch mal zum Decken zu bringen, obwohl es schon recht spät im Jahr war.
Die kommenden Monate waren ausgefüllt mit Trächtigkeits- und Ultraschalluntersuchungen sowie hormonelle Unterstützung. Die ortsansässige Tierärztin war sicher froh mit Ghardaia eine so geduldige und umgängliche Stute zu haben.

Nach einigen Monaten - mittlerweile war es schon Herbst - holten wir Ghardaia mit wenig Hoffnung auf Trächtigkeit wieder nach Hause.

Unsere Geduld wurde jedoch belohnt und ab Ende August erwarteten wir gespannt die bevorstehende Geburt. Ghardaias vorige Kinder und auch die anderen bei uns geborenen Fohlen kamen alle im Stall und meistens abends oder frühmorgens zur Welt. Und alle Stuten hatten deutliche Geburtsanzeichen. Doch dieses Mal sollte alles anders sein.

Wie jeden Tag kamen die Pferde auch am Morgen des 7. September bei schönstem Sommerwetter auf die Weide. Außer, dass sie etwas träger als sonst war, merkte man bei Ghardaia keine Veränderungen. Doch dann überlegte sie sich um die Mittagszeit, dass jetzt und hier auf der Weide mitten in der Herde, der beste Zeitpunkt wäre, ihr Fohlen zu gebären. Alle anderen Pferde standen neugierig da und schnupperten an dem Neugeborenen. Ghardaia als Herdenchefin nahm es gelassen. Sorge bereitete uns, ob die Nachgeburt rechtzeitig abgehen würde, denn bei der letzten Geburt hatte Ghardaia eine Nachgeburtsrehe, die sehr schmerzhaft für sie war. Doch dank homöopathischer Behandlung dauerte es dieses Mal keine Stunde, bis die Nachgeburt abging. Alles in allem war dies eine „Bilderbuch-Geburt“.

Und die kleine Inayah konnte ihren ersten Lebenstag bei angenehm warmen Temperaturen und Sonnenschein auf der großen Weide verbringen.

Eigentlich wollten wir Inayah ja schon viel früher haben.... und jetzt sind wir glücklich, dass sie da ist!





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